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Cannabis und Cholesterin: Was sagt die Forschung wirklich?

Cannabis ist längst mehr als nur ein Rauschmittel – immer mehr Studien untersuchen seine Auswirkungen auf Gesundheit und Stoffwechsel. Ein spannender Forschungsbereich ist der Zusammenhang zwischen Cannabis und Cholesterin. Da erhöhte Cholesterinwerte ein zentraler Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind, stellt sich die Frage: Kann Cannabis die Blutfettwerte positiv beeinflussen oder birgt es eher Risiken?

Wie Cannabis den Cholesterinspiegel beeinflussen könnte

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Cannabis – THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) – wirken über das Endocannabinoid-System (ECS), das u.a. Stoffwechsel, Entzündungen und Lipidregulation steuert.

THC kann den Appetit steigern und den Fettstoffwechsel beeinflussen. In Verbindung mit gesteigerter Kalorienaufnahme könnte dies indirekt den Cholesterinspiegel verändern.

CBD wirkt nicht berauschend und zeigt in präklinischen Studien entzündungshemmende und antioxidative Effekte, die sich positiv auf Cholesterinwerte auswirken könnten.

Studienlage: Gemischte Ergebnisse

Die bisherigen Forschungsergebnisse sind nicht eindeutig – manche Arbeiten sehen Vorteile, andere eher Risiken.

Journal of Clinical Lipidology: Cannabisnutzer hatten teilweise niedrigere HDL-Werte („gutes Cholesterin“), was ungünstig für die Herzgesundheit sein kann.

American Journal of Medicine: Regelmäßige Konsumenten wiesen seltener ein metabolisches Syndrom auf (eine Kombination aus Bluthochdruck, Übergewicht und hohen Blutfetten).

Diabetes Care: Cannabisnutzer hatten niedrigere Insulinspiegel und weniger Insulinresistenz – ein positiver Faktor, der indirekt auch Cholesterinwerte verbessern könnte.

👉 Fazit bisher: Die Ergebnisse sind widersprüchlich. Unterschiede könnten mit Cannabis-Sorte, THC-/CBD-Anteil, Konsumform und Lebensstilfaktoren zusammenhängen.

CBD und Cholesterin

CBD wird besonders stark erforscht, da es nicht psychoaktiv ist. Erste Erkenntnisse:

  • Tierstudien: CBD senkte den Gesamtcholesterinspiegel und beeinflusste die Fettverarbeitung in der Leber.
  • Entzündungshemmung: Da chronische Entzündungen die Bildung von Arterienplaques fördern, könnte CBD hier schützend wirken.
  • Oxidativer Stress: CBD schützt LDL-Cholesterin vor Oxidation – einem wichtigen Schritt bei der Entstehung von Arteriosklerose.
  • Appetitregulation: Anders als THC steigert CBD den Appetit nicht – was das Risiko für Übergewicht und damit erhöhte Blutfettwerte senken könnte.

Noch fehlen jedoch große klinische Studien am Menschen, um klare Empfehlungen geben zu können.

Ist Cannabis bei hohem Cholesterin sicher?

Das hängt stark von der Konsumform ab:

❌ Rauchen: schädlich für Herz und Gefäße, erhöht Blutdruck und Entzündungswerte.

✅ CBD-Öl oder Edibles: vermeiden die Risiken des Rauchens und könnten durch CBD-Anteile sogar positive Effekte haben.

💡 Wichtig: Wer unter hohem Cholesterin leidet oder Medikamente einnimmt, sollte den Einsatz von Cannabis oder CBD unbedingt mit dem Arzt absprechen. CBD kann über die Leber Enzyme beeinflussen und damit andere Medikamente in ihrer Wirkung verstärken oder abschwächen.

Fazit: Cannabis & Cholesterin – eine offene Frage

Cannabis beeinflusst den Stoffwechsel – das ist klar. Ob es dabei mehr positive oder negative Effekte auf Cholesterin hat, ist wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt. Erste Hinweise sprechen für Vorteile durch CBD (Entzündungshemmung, antioxidativer Schutz), während THC über gesteigerten Appetit und veränderte Fettverarbeitung auch Risiken bergen könnte.

Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder hohen Cholesterinwerten gilt: Rauchen vermeiden, ärztlichen Rat einholen und Forschungsergebnisse im Blick behalten.

Quelle: https://cannawayz.com/blog/health-stories/cannabis-and-cholesterol-exploring-the-connection